Licht und Schatten: Wie sich deutsche Büroangestellte beurteilen

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Deutsche Büroangestellte schätzen ihre Produktivität im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn am höchsten ein. Technologien und Strategien zur Verbesserung des Arbeitsmanagements sind dagegen hierzulande eher wenig verbreitet. So zwei Ergebnisse des aktuellen Wrike Digital Work Report.

Teamarbeit scheint deutschen Büroarbeitern zu liegen. Im Drei-Länder-Vergleich belegen sie den Spitzenplatz. Abbildung: Fotolia/Rawpixel.com

Teamarbeit scheint deutschen Büroarbeitern zu liegen. Im Drei-Länder-Vergleich belegen sie den Spitzenplatz. Abbildung: Fotolia/Rawpixel.com

Der Einsatz moderner Technologien und Managementstrategien ist in Deutschland wenig ausgeprägt. Abbildung: Wrike

Der Einsatz moderner Technologien und Managementstrategien ist in Deutschland wenig ausgeprägt. Abbildung: Wrike

Die Studie hat ermittelt, inwieweit die sieben von Wrike identifizierten Prinzipien der Arbeit Einfluss auf den Arbeitsalltag der Befragten haben: Automatisierung, Single Source of Truth, die Vorhersehbarkeit von Arbeitsergebnissen, Agilität, Zusammenarbeit, Analytik und Unternehmenskultur. Die Plattform für Arbeitsmanagement und Kollaboration Wrike hat die Ergebnisse der Befragung unter dem Titel „Wrike Digital Work Report 2018“ veröffentlicht. Für die Erhebung wurden rund 3.000 Wissensarbeiter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien gefragt, wie sie den Einsatz moderner Technologien und Managementstrategien in ihren Unternehmen einschätzen.

Maximal produktiv

Deutsche Office-Worker halten sich für außerordentlich produktiv, zumindest im Vergleich zu ihren Kollegen aus Großbritannien und Frankreich: 70 Prozent der Deutschen haben ihre Produktivität mit 76 bis zu maximalen 100 Punkten beziffert. In Frankreich bewerteten sich nur 58 Prozent, in Großbritannien nur 51 Prozent so hoch. Fast ein Drittel (29 Prozent) der Befragten aus Deutschland gab bei der Frage nach dem Level ihrer Produktivität sogar den Maximalwert an: „Ich schätze mich 91 bis 100 Prozent produktiv ein“. In Frankreich beurteilten nur 20 Prozent, in Großbritannien nur 15 Prozent ihre individuelle Produktivität so hoch. Bereits im Digital Work Report von 2016 hatten deutsche Büroangestellte bei der Frage nach der Einschätzung der individuellen Produktivität Rang eins belegt.

Mehrfach Schlusslicht

Jedoch werden viele Aspekte, die für erfolgreiche Teams in Zukunft entscheidend sind, in deutschen Arbeitsgruppen kaum oder gar nicht umgesetzt. Nur in einem der sieben Bereiche – der Zusammenarbeit – gaben sich die Deutschen bessere Bewertungen als ihre europäischen Nachbarn. Gerade bei der Nutzung von Cloud-Lösungen und bei der Automatisierung von Routineaufgaben sehen deutsche Büroangestellte im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn großes Steigerungspotenzial. Nur jeweils etwas mehr als ein Viertel der deutschen Wissensarbeiter sieht sich in diesen Bereichen gerüstet für die Zukunft. Damit einher gehen schlechte Werte bei der Vorhersehbarkeit der Arbeitsergebnisse. Nur 35 Prozent der Deutschen konnten die zeitlichen Abläufe mit hoher Genauigkeit voraussagen. In England und Frankreich waren es 45 bzw. 46 Prozent.

Außerdem fällt auf, dass die Deutschen seltener cloudbasierte Tools anwenden als ihre Kollegen in Frankreich und Großbritannien. 60 Prozent der deutschen Studienteilnehmer berichteten, keine solchen Lösungen zu nutzen – entweder, weil die von ihnen bevorzugte Software nicht als Cloudversion zur Verfügung steht oder weil es ihnen von Unternehmensseite nicht erlaubt ist. In Großbritannien nutzen 50 Prozent keine cloudbasierten Tools, in Frankreich 53 Prozent.

Bereitschaft zur Verbesserung

Immerhin herrscht unter den deutschen Befragten ein konstruktiver Leitgedanke, wenn es darum geht, Konsequenzen aus mangelhaften Prozessen im Unternehmen zu ziehen: Die häufigste Reaktion deutscher Studienteilnehmer war, dem Management Verbesserungsvorschläge zukommen zu lassen. Platz zwei und drei der Reaktionen waren die berühmte innere Kündigung, inklusive Suche nach einem neuen Job. Die französischen Kollegen reagierten am häufigsten damit, ihre Einsatzbereitschaft im Job herunterzuschrauben. Auf Platz zwei folgten Verbesserungsvorschläge für das Management und Verbesserungen im eigenen Team. In Großbritannien scheint die Frustrationstoleranz am geringsten: Platz eins und zwei belegten hier die Suche nach einem neuen Job und die innere Kündigung. Erst an dritter Stelle waren die Briten bereit, Verbesserungsvorschläge zu machen. Mitarbeiter wechseln also in vielen Fällen eher den Arbeitgeber, bevor sie Verbesserungen anregen. Das verdeutlicht, wie wichtig es für Unternehmen ist, die Organisation entsprechend bereitzumachen für die Arbeit der Zukunft.

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